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Veröffentlicht am 05. Juli 2008 von Florian Trautmann in Suchmaschinenmarketing

Klickbetrug bei Google AdWords

Heutzutage kommt kaum noch eine Website ohne die Schaltung von Anzeigen im Google AdWords Anzeigensystem aus. Nicht ohne Grund ist Googles Werbeplattform so erfolgreich. Schon für ein paar Euro am Tag lässt sich ein Besucheranstieg merklich messen. Für Google ein Milliardengeschäft, für die Nutzer eine lukrative Plattform zur Kundengewinnung.

 

Jetzt veröffentlichte der Spiegel einen Beitrag, der sich mit dem Klickbetrug durch Betrugsroboter im Google AdWords System beschäftigt. Die Vorgehensweise ist recht einfach: Der Werbende zahlt nur sofern seine Anzeige angeklickt worden ist. Mit einfachen Mitteln konnte so ein Softwareentwickler innerhalb von 2 Tagen einen Betrugsroboter entwickeln, welcher diese Klicks simuliert und in beliebiger Anzahl ausführt. Der Werbende generiert somit keine echten Besucher auf seiner Seite, sondern lediglich kurze automatisierte Aufrufe seiner Website. Das letztendliche Ziele der Anzeigenschaltung, die Generierung einer Conversion ( Kundenkontakt) rückt somit in weite Ferne.

Google selbst geht davon aus, dass etwa 10% aller Klicks ungültig sind. Nach eigener Aussage werden diese Klicks jedoch automatisch gefiltert, sodass der Kunde für diese nicht zahlen muss. Dass viele Kunden wahrscheinlich sehr wohl für diese Klicks zahlen müssen, demonstriert der Selbstversuch des Entwicklers im besagten Spiegel Artikel. Er konnte mit seinem entwickelten Betrugsroboter auf seiner eigenen Website, ohne das es Google bemerkte, Google AdWords Klicks simulieren. Das Budget seiner selbst geschalteten Anzeigen war somit in kürzester Zeit aufgebraucht.

 

Wie hoch der prozentuale Klickbetrug bei Werbeanzeigen tatsächlich ist, bleibt ein Geheimnis. Einschlägige Quelle gehen sogar von bis zu 25% im Banken- und Versicherungssektor aus. Eine alarmierende Zahl, denn so hätte jeder vierte Klick klar sein Ziel verfehlt.

 

Sollte man jetzt auf das Schalten von Google Anzeigen verzichten?

 

Nein. Google AdWords ist trotz alledem eines der effektivsten Mittel der Kundengewinnung. Vielmehr sollten Google AdWords Anzeigen noch genauer beobachtet und auf mögliche Klickbetrüge hin analysiert werden. Hier ist z.B. eine niedrige Conversion Rate ein guter Indikator für mögliche Klickbetrüge. Ein anderer Blog beschäftigt sich mit weiteren Gegenmaßnahmen um gegen den Klickbetrug vorzugehen:

     

  • Verzicht auf das Schalten von Anzeigen im Content Netzwerk, da hier die Wahrscheinlich eines Klickbetrugs doppelt so hoch ist
  • Falls das Content Netzwerk genutzt wird, sollten auffällige Websites explizit gesperrt werden
  • Schaltung der Anzeigen auf Zeiträume zu begrenzen, in denen normale Menschen auch im Internet unterwegs sind und etwas kaufen
  • Eine geografische Ausrichtung hilft ungültige Klicks zu reduzieren. Somit können z.B. international agierende Betrugsroboter ausgesperrt werden
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Die beste Maßnahme ist sicherlich die kontinuierliche Beobachtung und Erfolgskontrolle der geschalteten Kampagnen. Google stellt dafür viele Werkzeuge bereit, die es gilt zu nutzen, um das eigene Budget möglichst effektiv einzusetzen. Und schon das allein überfordert die meisten Werbenden. Natürlich ist eine Kampagne schnell eingerichtet. Doch von einer kontinuierlichen Erfolgskontrolle, kann man in den meisten Fällen nicht sprechen.

Wer seine Anzeigen optimal platzieren möchte, muss auf dem Laufenden bleiben und zur Verfügung gestellte Tools sinnvoll nutzen. Viele Webseitenbetreiber haben jedoch meist nicht die Zeit diesen Aufwand zu betreiben. All denjenigen wird geraten, die Anzeigenschaltung von einer Agentur betreuen zu lassen. So können bei identischem Budget, mehr Kundenkontakte hergestellt werden. Durch eine kontinuierliche Beobachtung der Kampagnen kann so auch optimal dem Klickbetrug entgegen gewirktwerden.

 

Für weitere Beratung zu diesem Thema stehen wir Ihnen natürlich gerne in diesem Blog, als auch als IT Agentur zur Seite.

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