Vor ein paar Wochen habe ich mich von einem sehr verlockenden Angebot breitschlagen lassen, in der Financial Times Deutschland (Ausgabe vom 26.11.2009) Werbung zu schalten. Absolutes Neuland für unsere SEO Akquise, außerhalb des WWW’s zu werben. In dieser Ausgabe gibt es ein Sonderheft zum Thema Ecommerce und Marketing, sodass die Zielgruppe gar nicht mal verkehrt ist. Die angekündigten 40 % Sonderrabatt machten das Angebot dann so richtig schmackhaft.
Als nächstes wurde die Grafikabteilung beauftragt die Anzeige im Bannerformat zu gestalten.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen wie ich finde:
Ein Eyecatcher ist es auf jeden Fall und das ganz ohne nackte Frauen
Platziert wird die Anzeige direkt unter einem Online-Marketing Artikel auf der vollen Breite.
Und nun ?
Jetzt heißt es abwarten auf morgen, wenn sich 300.000 Leser auf unsere Anzeige stürzen und unsere Telefonleitungen heiß laufen lassen ![]()
Aber mal ganz im Ernst. Ich gehe von keiner besonders hohen Resonanz aus, lasse mich aber sehr gerne vom Gegenteil überzeugen.
Letztendlich muss sich dieser Marketing Kanal gegenüber Diensten wie Google AdWords durchsetzen. Wenn ich mir überlege wie viele Conversions ich mit einem 4-stelligen Adwords Budget erzielen würde, dann kommen mir schon einige Zweifel auf.
Für alle Interessierten gibt es hier natürlich Feedback. Wer es noch eiliger hat kann uns auch gerne beim Twittern folgen:
 http://twitter.com/itintouch
26.11.2009 9:00
Ich muß schon sagen. Besser konnte man die Anzeige nicht platzieren. Vorab war uns bekannt, dass wir im Online Marketing Teil platziert werden. Das direkt über unserer Anzeige ein Bericht über Suchmaschinenmarketing und Suchmaschinenoptimierung erscheint ist natürlich perfekt. Aussagen wie ” Zwischen 2007 und 2008 kletterten die Ausgaben für Suchwortvermarktung um 24 Prozent von rund 1,2 auf 1,5 Milliarden Euro” oder “Statt in klassische Werbung zu investieren, kann man mit einer vergleichsweise günstigen Website-Optimierung schon enorme Steigerungen der Zugriffszahlen und damit des Umsatzpotenzials erreichen”, leisten die notwendige Überzeugungsarbeit um zum Hörer zu greifen.
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26.11.2009 12:00
Leider noch keine Anfragen oder Anrufe eingegangen. Wie sieht es mit den Impressions aus? Ach stimmt ja, funktioniert im Print ja gar nicht ![]()
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26.11.2009 14:00
Schade, schade. Immernoch keine Kontakte. So langsam sollte doch mal was kommen …
Aktuelle Kontakte : 0
26.11.2009 16:00
Immernoch kein einziger Kontakt. Habe ich die Telefonnummer falsch geschrieben, Rechtschreibfehler in der Internet Adresse? Nein alles korrekt. Das kann es doch noch nicht gewesen sein
Aktuelle Kontakte : 0
26.11.2009 18:30
Kann man jetzt schon von einer Enttäuschung sprechen? Bei bisher 0 Resonanz eigentlich schon. Morgen wird erst einmal überprüft, wieviele Kunden sich wenigstens unsere Webseite angesehen haben. Ich kann mir aber vorstellen, dass der CPC unglaublich hoch sein wird.
Aktuelle Kontakte : 0
27.11.2009 10:00
Zwischenfazit: Da der Erfolg von Printwerbung nur sehr schwer messbar ist, fällt es hier nicht leicht konkrete Zahlen zu nennen. Zumindest können wir unsere direkten Webseiten Zugriffe auf ungewöhnlich hohe direkte Zugriffe messen. ( in der Anzeige wurde die Domain platziert ) Allerdings sind auch hier keine großen Sprünge zu verzeichnen. Wenn überhaupt könnten eventuell 10 Zugriffe der Anzeige in der Financial Times zugewiesen werden. Den lächerlich hohen CPC möchte ich an dieser Stelle noch nicht veröffentlichen, da dieser den Tod der Printwerbung bedeuten müsste.
Naja die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht liegt unsere Anzeige jetzt auf zich Geschäftsführer Schreibtischen und wartet nun so auf die Bearbeitung durch den Marketing Spezialisten ;).
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27.11.2009 11:12
Unglaublich, ich scheine Gedanken lesen zu können. Soeben rief der erste SEO Kunde an, welcher nach eigenen Angaben direkt über die FTD Anzeige auf uns aufmerksam geworden ist. Wollen wir doch mal hoffen das er auch Kunde wird. Der Counter läuft.
Aktuelle Kontakte :1
27.11.2009 18:50
Leider in den letzten Stunden kein weiterer Anruf auf die Anzeige. Mal sehen was das Wochenende bringt.
Aktuelle Kontakte :1
30.11.2009 9:30
Das Wochenende hat keine weiteren Kontakte gebracht.Vielleicht ändert sich das im Laufe dieser Woche noch.
Mich wundert vor allem, dass nicht einmal die Zugriffe auf unsere Website merklich angestiegen sind.
Aktuelle Kontakte :1
01.12.2009 15:20
So langsam zweifelt sogar der größte Optimist an dem Erfolg von Werbeschaltungen im Print. Leider keine weiteren Kontakte. Webseiten Zugriffe sind ebenfalls nicht wirklich messbar.
Aktuelle Kontakte :1
04.12.2009 17:33 - FAZIT
Ja man merkt schon, hier ist nicht mehr wirklich viel passiert. In Zahlen: Ein direkter Kontakt ist zustande gekommen, ob dieser Kontakt auch in einen Auftrag bringt, steht noch in den Sternen.
Fest steht:
- an dem Produkt liegt es nicht: dafür wurde es bisher über andere Kanäle zu gut verkauft
- an der Anzeige selbst kann es auch nicht liegen. Bisher haben wir durchwegs positive Resonanz bekommen
- an der Publikation und dem Format liegt es wahrscheinlich auch nicht. Die Anzeige war optimal Platziert und erreichte die richtige Zielgruppe
Was war dann das Problem? :
Printanzeigen sind ganz einfach nicht zur Leadgenerierung gedacht. Wer Leads generieren möchte, sollte auf Kanäle wie z.B. Suchmaschinenmarketing oder Suchmaschinenoptimierung setzen.
Doch für wen rechnen sich dann Printanzeigen überhaupt noch?
Printwerbung dient in erster Linie dem Branding. Möchte man sein Produkt oder Firma bekannt machen, ist eine Printanzeige kein schlechtes Mittel. Damit ein Branding überhaupt funktioniert, reichen vereinzelte Schaltungen nicht aus. Hier muss permanent über einen längeren Zeitraum aktiv geworben werden. Dazu ist natürlich ein gewisses Werbebudget von Nöten, welches sich die meisten kleineren Agenturen nicht leisten können.
Vielleicht ist auch das ein Grund dafür, warum diese Branche besonders stark in der Krise steckt. Ausgefeilten online Marketing Aktionen oder sehr transparenten und effektiven SEM & SEO Kampagnen kann die Printwerbung nicht das Wasser reichen. Wie tief diese Branche in der Krise steckt, verdeutlichen die Lockangebote mit 40 -50 % Rabatt. Die Zeitschriften bekommen Ihre Werbeplätze einfach nicht mehr verkauft. Wer also vor hat Printwerbung zu schalten und Geld zu viel hat, kann jetzt verhältnismäßig günstig einsteigen.
Ob wir noch einmal eine solche Kampagne starten, kann ich jetzt noch nicht absehen. Es ist einfach zu verlockend mit dem Budget 2000 - 4000 Klicks durch AdWords Werbung zu generieren.






14 users kommentierte in " SEO Werbung in der Financial Times Deutschland "
Aboniere comment rss oder hinterlasse ein TrackbackIch freue mich schon über erste Ergebnisse und eine Kosten-Nutzen Analyse.
hehehe bin nuegierig ob sich da überhaupt ein lead daraus ergibt, falls schon bin ich echt neugierig wie qualitativ diese dann sind… FT Leser sind ja nicht gerade als webexperten bekannt… oder?
@ulf FT Leser sind vielleicht keine Webexperten, dafür sind aber einige Geschäftsführer unter den Lesern.
Oft sind die Geschäftsführer die jenigen, welche feststellen “Mensch da müssen wir was machen”.
Klingt in der Theorie gut, ein Kontakt kam bisher jedoch nicht zustande.
stay tuned
Naja also die Erfahrung haben wir auch schon gemacht, wobei bei uns die Auflage etwas kleiner waren
- Print ist halt einfach nicht mehr das was es mal war :/. P.S. kreative Werbungen brachten uns leider nur Mundpropaganda aber nicht mehr Besucher auf unsere Seite und auch nicht wirklich neue Aufträge
back to seo, stuff that matters 
Ich glaube das Printwerbung eher einen Langzeit Effekt hat.
Ich stelle mir mal den Leser vor:
Ich bin in der Strassenbahn und sehe was von Suchmaschienenmarketing. Lese das. Sehr interessant. Muss ich mich mal drum kümmern.
Ein paar Tage später stosse ich wieder auf den Begriff Suchmaschinenmarkting. Wieder sehr interessant. Gabs da in der FT nicht eine Anzeige?*grübel, grübel* Gleich mal nachschauen.
Wenn wir ehrlich sind geht es uns doch genauso wie dem fiktiven Leser. Eine gelesene Domain wird selten eingeben. Man muss die Kundschaft öfters daraufstossen, damit der Wiedererkennungswert da ist und ein Effekt erzielt werden kann.
Ich kann nur sagen dranbleiben und weitermachen.
@demeter danke für die aufbauenden Worte. Ich glaube auch das die Stärke von Printwerbung ganz klar bei der Markenbildung liegt.
Hier reicht eine einmalige Aktion nicht aus, um langfristig in den Köpfen der potentiellen Kunden zu bleiben. Da stimme ich dir zu.
Sehr interessant, gerne mehr zu dem Thema =) Und natürlich! bestehe ich auf eine Kosten-Nutzen-Analyse
Viel Glück euch noch mit der Anzeige, welche wirklich ganz nett aus sieht. Nur das mit den Follow-Links hier üben wir noch einmal =)
Super Idee mit dem Artikel. Wir testen auch Einiges, jedoch weniger in diese Richtung. Web auf Online konvertieren ist immer sehr schwierig. Wuerde mich mal interessieren ob Eure Visits hochgegangen sind. Falls ja, eventuell naechstes Mal eine Landingpage dazu bauen. Viel Erfolg weiterhin!
Scheint ja leider ein Reinfall gewesen zu sein. Immerhin ist man wieder um eine Erfahrung reicher. Hab auch schon in Print-Medien mit mäßigem Erfolg geworben, da waren die Ausgaben aber auch nicht so hoch, sodass ich das ganze durchaus verkraften konnte.
Bei uns haben schon Leute angerufen, die meinten Sie haben in der Zeitung gelesen, dass man ab 20€ monatlich in die Top10 kommt
Hey, dann hat doch jemand die Anzeige gelesen. Den Weg dann eine andere Agentur zu kontaktieren, finde ich sehr interessant, ist aber so sicherlich im Sinne des Erfinders
Geht halt nichts über SEM.
Aber ne Landingsite/-Domain wär fürs nächste mal sicherlich…joa warum nich. Allein schon zum tracken ;o)
http://www.roirevolution.com/blog/2006/02/how_to_track_offline_ads_with_google_analytics.html
Guter Tipp Abro,
das Tracking mit Subdomains oder Unterverzeichnissen halte ich nicht für sinnvoll ( zu lange url ). Copy & Paste klappt ja leider in der Zeitung noch nicht
Eine Extra Domain für solche Zwecke ist auf jeden Fall praktikabel. Mit einer Umleitung auf die eigentliche Unterseite der Hauptseite auch schnell eingerichtet. Naja bei der bisherigen Response wäre wahrscheinlich sogar dieser Aufwand zu groß
[…] original news source […]
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