Sehr interessant was Google dort in seinem offiziellen Webmaster Blog verlauten lässt. Demnach soll es dem Google Bot bald schon möglich sein Formulare selbstständig auszufüllen und den zurückgelieferten Inhalt in seinem Index aufzunehmen. Informationen welche bislang nur dem menschlich Surfenden zugänglich waren, können somit direkt in einer Google Suchanfrage erhoben werden.
Falls Google die neue Technologie flächendeckend einsetzt eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten für Suchmaschinenoptimierer. So könnte dem Googlebot beispielsweise seine Arbeit erleichtert werden, indem bei Suchanfragen vordefinierte Werte in Selectboxen bereitgestellt werden. Aus diesen kann er dann eine Auswahl treffen und die resultierenden Seiten indexieren.
Webseitenbetreibern könnte diese Technologie aber auch ein Dorn im Auge sein. Google gibt zwar an, dass Formulare welche eine Passwort Verifizierung benötigen nicht automatisiert ausgefüllt werden, jedoch kann es unter Umständen auch Inhalte geben, welche nur dem menschlich Surfenden vorbehalten sind. Hier hilft wieder nur die Aussperrung des Bots mittels robots.txt. Eine durchaus interessante Vorgehensweise die Google dort an den Tag legt. Anstatt um Erlaubnis zu fragen, die Ressourcen von diversen Servern durch automatisierte Suchanfragen zu belasten, wird erst einmal davon ausgegangen, dass jede Website diesen Zugriff gestattet. Ironischerweise verbietet Google selbst den automatisierten Zugriff auf seine eigene Suchmaske aufgrund einer möglichen erhöhten Serverbelastung…
Es wird sich zeigen, ob Google seine neue Technologie durchsetzen kann. Für SEO’s auf jeden Fall sehr interessant!
Quellen:




2 users kommentierte in " Google crawlt bald auch durch Formulare - eine kritische Betrachtung "
Aboniere comment rss oder hinterlasse ein TrackbackEine kleine Anmerkung zur Aussage “ironischerweise verbietet Google automatisierte Abfragen”: Das lässt sich eigentlich gar nicht vergleichen. Google bekommt durch diverse Tools unzähle Suchanfragen innerhalb kürzester Zeit, von denen Google selbst nicht profitiert. Hier hingegen *sollte* es sich im Idealfall um eine Win-Win-Situation handeln: Google findet mehr, und die Seite wird gefunden, was ja meistens vom Betreiber gewollt wird. Gegen übermäßige Serverbelastung gibt es ja die Möglichkeiten robots.txt und die Einstellung der Crawl-Geschwindigkeit über die Webmaster Tools. Sollte sich das als unzureichend herausstellen, wird Google auch sicher ein weiteres Tool zur Steuerung anbieten - so wie sie schon jetzt über die Webmaster Tools eng mit den Webmastern kooperieren.
Hallo Thomas,
da hast du sicherlich Recht. Die meisten Websitebetreiber sind mittlerweile regelrecht abhängig von einer guten Platzierung in den Serps.
Mir geht es nur generell um die Vorgehensweise, die mittlerweile hier an den Tag gelegt wird. Der Webmaster muss erst einmal alles dulden, und kann nur durch ein Verbot bestimmen, welche Daten erhoben werden und welche nicht. Da hilft auch das Webmastertool nicht weiter, da dies ja nur den Google Bot steuern kann. Stell dir vor 20 andere Suchmaschinen kommen auf die gleiche Idee: Was für ein Aufwand würde enstehen, in 20 verschiedenen Webmastertools Einstellungen treffen zu müssen.
Und wer weiß was die Zukunft noch bringt…
Ich denke eine generelle Schaltstelle wäre hier sinnvoll. Speziell das Formularcrawling in der robots.txt freizugeben wäre auch eine denkbare Möglichkeit.
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